Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes
über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15, 10

Der Monatsspruch für Oktober enthält einen Begriff – Sünde – , der im heutigen Sprachgebrauch eher selten zum Einsatz kommt. Die Verkehrssünderdatei in Flensburg ist so ein Begriff und damit verbunden sind Verstöße gegen Verkehrsregeln, die dann zur Folge haben, dass sich dort Punkte auf dem Sünderkonto ansammeln.

Bei Gott ist das dann doch irgendwie anders geregelt. Sünde ist mit dem Menschen und Menschsein verbunden. Gott hat aber selbst gehandelt, um uns von Sünde und Schuld ihm gegenüber zu befreien. Zur Rettung der Menschen und zur Überwindung dieser Schuld hat Gott seinen Sohn gesendet und diesen für uns geopfert. Diese Tatsache erstaunt mich immer wieder und auch wenn man sich als Christ immer mal wieder dagegen sträubt – hier ist Jesus für uns gestorben. Als ich dies zum ersten Mal wirklich verstanden hatte, war meine Reaktion: Ich mag nicht, dass ein Mensch für mich gestorben ist, das ist viel zu viel. Wäre da nicht ein anderer Weg möglich gewesen? Etwas später kam dann bei mir die Einsicht, Gott hat diesen Weg für seinen Sohn gewählt und damit auch für uns. Der Weg zu ihm geht nur über Jesus.

Jetzt könnte man hoffen, wenn man einmal diesen Weg zu Gott gegangen ist, dass es dann mit der Sünde auch ein für alle mal vorbei ist – und man als Christ damit abgeschlossen hat. Tja – falsch gedacht, auch wenn der Weg zu Gott frei ist, bleiben wir noch weiterhin Menschen mit einem freien Willen und damit auch mit Handlungen, die Gott so nicht gefallen. Faktisch ist die Beziehung zu Gott fixiert, durch unser Christ-Werden. Das Christ-Sein, bedeutet aber ein tägliches Weitergehen mit Gott und damit auch mit der Freiheit als Mensch mich immer wieder frei in meinen Handlungen zu entscheiden.

Der Monatsspruch ist eingebettet im Lukas-Evangelium im Gleichnis zum verlorenen Schaf bzw. zur verlorenen Drachme. Beide Gleichnisse zeigen, dass Gott jedem nachgeht und dafür sogar seine große Herde mal verlässt, nur um das einzelne verlorene Schaf zu finden. Diese Gewissheit, dass Gott uns nachgeht, auch wenn wir mal etwas eigene Wege gehen, ist eine starke Aussage aber auch gleichzeitig ein Ansporn Gott zu suchen und uns von Gott auch finden zu lassen.

Thomas Licht

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. und im Bund freier evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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