Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes
über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15, 10

Der Monatsspruch für Oktober enthält einen Begriff – Sünde – , der im heutigen Sprachgebrauch eher selten zum Einsatz kommt. Die Verkehrssünderdatei in Flensburg ist so ein Begriff und damit verbunden sind Verstöße gegen Verkehrsregeln, die dann zur Folge haben, dass sich dort Punkte auf dem Sünderkonto ansammeln.

Bei Gott ist das dann doch irgendwie anders geregelt. Sünde ist mit dem Menschen und Menschsein verbunden. Gott hat aber selbst gehandelt, um uns von Sünde und Schuld ihm gegenüber zu befreien. Zur Rettung der Menschen und zur Überwindung dieser Schuld hat Gott seinen Sohn gesendet und diesen für uns geopfert. Diese Tatsache erstaunt mich immer wieder und auch wenn man sich als Christ immer mal wieder dagegen sträubt – hier ist Jesus für uns gestorben. Als ich dies zum ersten Mal wirklich verstanden hatte, war meine Reaktion: Ich mag nicht, dass ein Mensch für mich gestorben ist, das ist viel zu viel. Wäre da nicht ein anderer Weg möglich gewesen? Etwas später kam dann bei mir die Einsicht, Gott hat diesen Weg für seinen Sohn gewählt und damit auch für uns. Der Weg zu ihm geht nur über Jesus.

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein,
und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Lukas 13,30

Nun beginnt sie also. Die Zeit, in der wir auf uns selbst gestellt sind und auf un-sere Pastoren verzichten müssen. Viele von uns erleben so eine Zeit nicht zum ersten Mal. Auch in der Vergangenheit gab es immer wieder Phasen, in denen die Gemeinde auf sich selbst gestellt war. Und die Erfahrungen, die damals gemacht wurden, bestätigen viele von uns in der Überzeugung, auch diese, jetzt vor uns liegende Zeit mit Gottes Hilfe nicht nur zu bestehen, sondern auch zu meistern!

Insofern mag sich der eine oder der andere auch in dem Monatsvers wieder finden. Kommt man sich jetzt noch vor wie der Letzte, so schenkt uns Gott die Gewissheit, dass wir zu den Ersten gehören werden! Gott lässt die Seinen nicht allein! Er kümmert sich um seine Gemeinde und darauf können wir uns verlassen!

Ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch reicher werde
an Erkenntnis und aller Erfahrung.

Philipper 1,9

Letzter Gemeindebrief-Beitrag. Die Zeichen stehen auf Abschied. Liebe macht sich bemerkbar dadurch, dass meine Seele traurig ist. Wehmut kommt hoch. Das Beten ist ein gutes Gefäß zu trauern und auch loszulassen. Und für Liebe beten, wo Liebe da war und bleibt, fällt mir nicht schwer. So bete ich von Herzen mit Paulus Worten, dass die Liebe meiner Soester Geschwister immer noch reicher wird.

Wie wird die Liebe reicher?
Paulus nennt zwei hilfreiche Stichworte. Das erste ist Erkenntnis. Die Erkenntnis hilft der Liebe zu wachsen. Vor allem Erkenntnis Gottes, denn Gott ist die Liebe in Person. Gottes Charakter erforschen hilft, in der Liebe zu wachsen. Auch Gottes Willen gilt es zu erforschen durch das Studieren der Bibel.

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. und im Bund freier evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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