Herr, all mein Sehnen liegt offen vor dir,
mein Seufzen war dir nicht verborgen.
(Psalm 38,10)

Obwohl dieser Vers aus Psalm 38 die Klage eines Kranken ausdrückt, möchte ich seinen Inhalt auch noch auf andere Weise interpretieren. Es ist von „Sehnen“ und „Seufzen“ die Rede, zwei Begriffe, die in der Alltagssprache heutzutage nur noch selten verwendet werden. Nur in abgewandelter Form benutzen wir Worte wie „Sehnsucht“ oder „ich sehne mich nach etwas oder jemand“, um auszudrücken, dass ein Verlangen in uns schwelt, dass nicht ohne weiteres gestillt werden kann. Wir alle haben unsere kleinen und großen Sehnsüchte, von denen die meisten aber nur selten erfüllt werden. Aber ist es nicht gerade das, was uns antreibt und weitermachen lässt?

Gott hat alles schön gemacht zu seiner Zeit,
auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt;
nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk,
das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
(Prediger 3,11)

Urlaubszeit ist auch immer eine Zeit der Entspannung, eine Zeit zum Nachdenken und auch eine Zeit des Genießens. Wenn man auf einer Insel auf der Spitze eines Leuchtturms steht, hat man bei schönem Wetter einen traumhaften Blick über das Meer bis zum Horizont. Man möchte immer weiterblicken und hofft noch ein bisschen weiter als der Horizont zu schauen. Ähnlicher geht es einem, wenn man in den Bergen auf einem Gipfel steht und man die prächtige Bergwelt betrachtet. Gigantische, teilweise Schnee bedeckte und manchmal auch mit schroffen Strukturen versehene Gipfel erblickt man auf andere Berge und erkennt in beiden Fällen – ja „Gott hat alles schön gemacht“.

Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt,
der bleibt in Gott und Gott in ihm.

(1. Johannes 4, 16 )

Das klingt erst einmal einfach! Aber ist es das auch? Denken wir zuerst liebevoll an den nächsten Sonntag morgen oder ärgern wir uns noch zu Hause über denjenigen, der auf unserem Parkplatz steht oder diejenige, die sich einfach nicht so zum Gottesdienst kleidet, wie wir uns das wünschen.

Was bleibt unseren Mitmenschen über uns im Gedächtnis? Sind wir die merkwürdigen Nachbarn, die Phrasen aus der Bibel zum besten geben und dann schnell wieder im Haus verschwinden? Diejenigen, die gern ungefragt urteilen, was beim anderen alles falsch läuft? Glänzen wir durch unser liebevolles Handeln an unserem Nächsten? Haben wir überhaupt schon einmal Liebe durch unsere Mitmenschen erfahren oder ist unser bisheriges Leben von Enttäuschung oder Verletzung geprägt?

Gott fängt mit jedem von uns bei Null an.

Vergesst die Gastfreundschaft nicht;
denn durch sie haben einige, ohne es zu ahnen, Engel
beherbergt.
(Hebräer 13,2)

Gastfreundschaft – damit können die Meisten etwas anfangen. Aber was haben Engel damit zu tun? Engel als Gäste? Gäste, die sich als Engel erweisen?
Die Engel, die man ohne es zu ahnen im Haus hat, weisen auf ein Merkmal von Gastfreundschaft hin: hier geht es nicht um ein Tauschgeschäft und Verhandeln, nicht um Prestige und Ansehen, nicht um Gegenleistung und Berechnung. Hier wird auch keinen Freunden oder Bekannten Gastfreundschaft gewährt – dann wären die Gäste erkannt worden. Nein, die Engel waren da, ohne dass es die Gastgeber ahnten. Gastfreundschaft bezieht sich auf die, die ich (noch) nicht kenne und auf die, die ich nicht als Gäste erwarte. Es gibt auch kein Bewerbungs- und Auswahlverfahren beim Einlass oder vor der Bewirtung.

Jesus Christus spricht: Es ist vollbracht!
Johannes 19,30

Wenn etwas vollbracht wurde, dann wurde etwas – eine Aufgabe, ein Auftrag, ein Werk – fertiggestellt, vollständig beendigt, ans Ziel gebracht. Und auch
wenn der Satz nicht aktiv formuliert ist („Ich habe es vollbracht“), wird deutlich, dass hier jemand aktiv war. 

In den Evangelien wird uns das Leben und Wirken Jesu teilweise aus unterschiedlichen Perspektiven, aus unterschiedlichen Blickwinkeln und mit unterschiedlichen Schwerpunkten erzählt – so auch die Passionsgeschichte, aus der der Monatsspruch stammt.

Es ist das Wort ganz nahe bei dir,
in deinem Munde und in deinem Herzen,
dass du es tust.
5. Mose 30,14

 

Dieser Bibelvers besteht aus zwei Teilen: zum einen das Wort, das ganz nah bei uns ist, und zum anderen die Aufforderung, Gottes Wort auch in unserem Alltag zu leben.
Wir als Christen haben das große Glück, dass Gott jeden Tag ganz nah bei uns ist. Wir müssen keine anstrengende Pilgerreise zu einem entlegenen Tempel in einem Bergdorf machen oder uns mit berauschendem Tee in Ekstase tanzen, um dann in Trance vielleicht eine Begegnung mit unserem Schöpfer zu erhaschen. Gott begegnet uns jeden Tag im Alltag, wir spüren seine Liebe, indem er uns satt macht, uns eine Wohnung gibt und im Garten oder auf dem Balkon die ersten Krokusse sprießen lässt, um uns zu erfreuen.

Jahreslosung 2018:
Gott spricht: Ich will dem Durstigen geben
von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst.
Offenbarung 21,6

Gott spricht:
„Ich will unter ihnen wohnen
und will ihr Gott sein
und sie sollen mein Volk sein.“

Hesekiel 37, 27

Es wird Freude sein vor den Engeln Gottes
über einen Sünder, der Buße tut.

Lukas 15, 10

Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein,
und sind Erste, die werden die Letzten sein.

Lukas 13,30

Ich bete darum,
dass eure Liebe immer noch reicher werde
an Erkenntnis und aller Erfahrung.

Philipper 1,9

Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen.
Apostelgeschichte 5,29

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten?
Er ist nicht hier, er ist auferstanden.
Lukas 24,5-6

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. und im Bund freier evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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