Der Engel des Herrn rührte Elia an und sprach:
Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir!
(1. Könige 19,7)

• alleine • Angst um das Leben • einsam • mitten in einer lebensbedrohenden und lebensfeindlichen Situation •
Viele kennen wahrscheinlich momentan solche Gefühle – ausgelöst durch die Corona-Pandemie mit ihren Einschränkungen und Belastungen: die einen, weil die Einsamkeit zugenommen hat oder sie auf einmal viel mehr Zeit haben, die anderen, weil sie unter der Mehrbelastung durch ihren Beruf oder als Elten leiden, wieder andere, weil existentielle Sorgen durch Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit oder häusliche Gewalt ihr Leben an die Belastungsgrenze und darüber hinaus bringen, oder wieder andere, weil die Situation einfach unerträglich ist.

Elia, von dem im Monatsspruch die Rede ist, kennt diese Gefühle – er war auf der Flucht, hatte Angst um sein Leben, floh allein in die Wüste. Hier, in der Einsamkeit eines lebensfeindlichen Ortes, lässt er sich nieder und gibt auf, will sterben. Aber Gott hat andere Pläne mit ihm und für ihn: ein Engel weckt ihn auf und fordert ihn auf aufzustehen und zu essen; und er liefert, noch bevor Elia widersprechen oder fragen kann, die Begründung gleich mit.
Hätte Gott ihm die neue Aufgabe nicht sofort geben können? Musste Elia erst sich in die Wüste zurückziehen? Die Geschichte von Elia macht deutlich, dass es verschiedene Phasen im Leben gibt und sie durchaus ihre Bedeutung haben – auch Wüstenphasen, Zeiten der Resignation und/oder Erschöpfung.
Doch dort, mitten in der Wüste als er sein Leben aufgeben will, bekommt Elia von Gott das, was er zum Leben braucht: Zeit für Ruhe, Stärkung für den Körper, neuen Antrieb, eine neue Perspektive und schließlich eine neue Aufgabe. Dort, mitten in der Wüste - in Stille, Leere und Einsamkeit - ist eine Begegnung mit Gott möglich, die das Leben verändert, neue Hoffnung und Kraft gibt.
Vielleicht ist es dort, wo uns Covid-19 in die „Wüste“ geführt hat, wo Einsamkeit herrscht, wo Unsicherheiten und Furcht uns umgeben – vielleicht ist es dort an der Zeit wie Elia aufzuwachen und sich von Gott versorgen, stärken und neu auf- und ausrichten zu lassen. Und vielleicht ist es dann auch an der Zeit loszugehen und die nächsten Schritte zu wagen – auch oder gerade weil der Weg lang ist.
Vor Elia lag ein vierzig Tage und vierzig Nächte langer Weg bis zum Berg Horeb, wo er sich von Gott neu ausrichten ließ und von Gott einen neuen Auftrag bekam.
Was liegt vor uns in den nächsten Tagen und Nächsten, Wochen und Monaten? – Was es auch ist, vertrauen wir darauf, dass Gott uns begleitet und uns das gibt, was wir aktuell zum Leben brauchen.

Mona Kuntze

Vernetzt im Bund Evangelisch-Freikirchlicher Gemeinden (BEFG) in Deutschland K.d.ö.R.

Wir sind Mitglied im Bund Evangelisch Freikirchlicher Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R. und im Bund freier evangelischer Gemeinden in Deutschland K.d.ö.R.



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